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Zombiefilm-Persiflage kehrt an den Drehort zurück
Regisseur Thomas Böhm präsentiert "Brainstorming" im ASB-Bahnhof
BARSINGHAUSEN (ed). Für Freitag, den 30. Juli, laden der Arbeiter-Samariter-Bund und der Filmemacher, Thomas Böhm, zu einer ganz besonderen Vorführung in den ASB-Bahnhof in Barsinghausen ein. Eigentlich hatte Jens Meier, Geschäftsführer des ASB-Kreisverbandes Hannover-Land/Schaumburg, Böhm vor einigen Monaten beauftragt, den Umbau des altehrwürdigen Gebäudes zu dokumentieren. Quasi als kulturelles Surplus hatte sich der Regisseur damals dazu entschlossen in einem Low-Budget-Projekt an Ort und Stelle einen Film über die Entstehung eines sogenannten Zombie-Splatter-Films zu drehen. Die Akteure des Streifens rekrutierten sich fast ausschließlich aus der Cineastenszene der Sneak Preview Gemeinde, die jeden Dienstag mit Präsentator Heiko Engel im Cinemaxx am Raschplatz für ein volles Haus sorgt.
Am 22. Juni feierte dort "Brainstorming" vor rund 250 Gästen seine Premiere. Wie der Name schon sagt, handelt der Film vom Amateur-Filmemachen. Böhm sagt: "Tatsächlich scheinen sich 95 Prozent der Menschen, die die Schwelle vom Filmbegeisterten zum Filmschaffenden überschreiten, auf Horror als Einstiegsgenre geeinigt zu haben. Das Endprodukt ist häufig nicht mehr als die 137. Version des immergleichen Gruselfilms. Gleichzeitig strahlen diese Filme durch ihren Enthusiasmus einen jugendlich-naiven Charme aus. Daraus hat sich in der Vergangenheit eine wahre Subkultur entwickelt, die sich immer wieder selbst fortpflanzt und ihre Stars und Blüten hervorbringt", schildert Böhm. Brainstorming nehme diesen Umstand auf und habe daraus eine satirische, wie auch liebevolle Persiflage auf die Entstehung eines solchen Films gemacht. Man habe eine Filmcrew begleitet, die auch mal ihren "Zombie-Splatter-Film" drehen wollte. Es würden zudem alle Widrigkeiten und Streitigkeiten gezeigt, die unter so eingeschränkten Umständen entstehen könnten. So gesehen sei dies eine doppelte ironische Spiegelung, beschreibt Böhm: "Sowohl die Entstehung des Film im Films als auch des Originalfilms selber sind Zeugnisse eines Amateurfilmdrehs - mit allen guten und schlechten Seiten." Am Freitag kehrt der Film sowie die Macher also an den originalen Drehort zurück. Die knapp eineinhalbstündige Vorführung im ASB-Bahnhof beginnt um 18 Uhr. Der Einlass startet bereits ab 17.15 Uhr. Neben bereitgestellten Getränken besteht auch die Möglichkeit, mit den Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen. Die Höhe des Eintrittsgeldes beträgt vier Euro.
vom 28.07.2010 | Ausgabe-Nr. 31A


